Thriller mit winzigen Abzügen
Von: Die lesende Anna Datum: 04.02.2026
Auf Elena und Peter Gerink warten neue Fälle. Elena, als Privatdetektivin, wird von einem Großvater beauftragt den wahren Mörder seiner Enkelin ausfindig zu machen, während Peter, als Entführungsspezialist des BKA, gemeinsam mit seinem Kollegen Dino einem Vermisstenfall nachgeht. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich die Wege des Ehepaares in einem beliebten Urlaubsland und schon bald befinden sie die drei Ermittler in großer Gefahr…
Band 1 der Herzreihe, „Herzgrab“, hat mir ja schon ganz gut gefallen. In „Herzfluch“ befinden wir uns etwa 10 Jahre nach den Geschehnissen aus dem ersten Teil. Ansonsten ist der Aufbau ziemlich ähnlich zum ersten Fall von Elena und Peter, was etwas schade ist, da dadurch sehr viel schon vorweggenommen wird. Klar, Andreas Gruber ist ein Meister darin zwei Handlungsstränge geschickt miteinander zu verbinden, dennoch empfand ich es in „Herzfluch“ als vorhersehbar, sprich ich habe ständig darauf gewartet, dass die Handlungen sich überkreuzen und die Protagonisten aufeinandertreffen. Nichtsdestotrotz waren die beiden separaten Fälle für sich genommen spannend und interessant aufgebaut und haben, durch den angenehmen und super flüssigen Schreibstil von Gruber, einen großen Lesesog erzeugt. Sehr positiv gefallen haben mir die Ausführungen über die griechische Götterwelt sowie über die im Buch vorkommende Kunstszene. Auch in diesem Band wurde das Ende wieder sehr abenteuerlich erzählt und hat mir aber von der Länge und Auflösung besser gefallen, als das Ende des ersten Buches. Insgesamt war „Herzfluch“ daher ein gelungener, wenn auch vorhersehbarer, zweiter Teil der Herzreihe, der, wie gewohnt im Gruber-Stil, aber dennoch mit winzigen Abzügen, wunderbar zu lesen ist.