Teilweise spannend, teilweise jedoch etwas zäh…
Von: Katharina Datum: 10.03.2026
Im August 1911 reisen Alexander Berger und sein Team nach Spitzbergen. Eine noch kaum erkundete, unwirtliche Gegend. Schneestürme, Eis, klirrende Kälte und gefährliche Routen machen der Gruppe zu schaffen, fordern erste Opfer. Dann entdecken sie einen mysteriösen Schacht, der schier unendlich weit in die Tiefe führt….
„Bei jeder missglückten Expedition kommt der Zeitpunkt, wo es nicht länger darum geht, das Ziel zu erreichen, sondern lediglich darum, zu überleben. Ich wusste nicht, ob wir diesen Punkt schon erreicht hatten oder uns noch knapp davor befanden.“
Im November 2021 macht sich Neele Tujunen auf den Weg nach Spitzbergen, mit nicht ganz legalen Mitteln und getrieben vom Wunsch herauszufinden, was über 100 Jahre zuvor mit Berger und seinem Team geschehen ist. Doch was sie dort im ewigen Eis entdeckt, übersteigt auch ihre Vorstellungskraft…
Düsterer Grusel.
Auf zwei Zeitebenen werden die Geschehnisse aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten Berger (1911, 1912) und Neele Tujunen (2021) erzählt. Eine ruhige, unterschwellig stets leicht vorhandene, Spannung zieht sich dabei durch das gesamte Buch, wird aber durch die teils sehr ausführlichen Beschreibungen manchmal etwas zunichte gemacht. Für mich zog sich die Handlung teilweise doch sehr, die teils seeeehr ausführliche Situationsbeschreibungen hätten für mich gern um einige Seiten gekürzt werden dürfen.
Es gab Passagen, die empfand ich als unglaublich fesselnd, an anderen Stellen war die Handlung etwas zäh. Auf die eigentliche Mystery musste ich dann auch recht lange warten.
„Jemand hat einmal behauptet, das Böse sei unendlich.“
Fazit: Kann man gut lesen, kein Nervenkitzel, aber durchaus interessant (insbesondere die historischen Aspekte um Geschichte der Erforschung des Nordpols)